
Jeder in Münster kennt Bischof von Galen als den bedeutensten Widerstandskämper gegen den Nationalsozialismus in meiner Heimatstadt.
Aber, gab es nur ihn, niemanden sonst?
Wer waren diese anderen Menschen, die man vergessen hat?
Was taten sie und wie wurden sie verfolgt?
Das war der Ausgangspunkt für meine aktuellen Recherchen zum Widerstand in Münster.
Inzwischen habe ich etwa 100 Namen von Widerständlern in meiner Liste, sie arbeiteten aktiv gegen die Nazis und wurden deshalb verfolgt, verhaftet, gefoltertn und bestraft; manchmall sogar ermordet oder in den Tod getrieben.
In großen Prozessen wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" wurden viele zu hohen Haftstrafen verurteilt. Manche flohen und schlossen sich 1936 den internationalen
Brigaden in Spanien an oder versteckten sich in den Niederlanden bis zur Besetzung. Einige waren sogar in der Resistance in Frankreich gegen die deutschen Besatzer aktiv.
Manche starben im Gefängnis oder im KZ.
Nach dem Krieg stellten die Verfolgten oft Antrage auf Wiedergutmachung für das erlittene Unrecht durch die Justiz und Polizei nach dem Bundesentschädigungsgesetz. (BEG).
Sie hatten Familien, Partner und Kinder. Einige Nachfahren konnte ich ausfindig machen, weiter Nachfahren werden dirngend gesucht.